Sonntag, 21. Januar 2007

Unsere Weihnachtsgeschichte

Heute ist Sonntag und schon wieder dunkel draussen. Die Musik zu „Was das Herz begehrt“ laeuft und ich will euch mal unsere „Weihnachtsgeschichte“ erzaehlen ...

Weihnachten waren wir ja nicht allein. Mein Vati und Gudrun pluss Tochter Nini und Freund Marcel waren bei uns. Am 22.12.06 kamen sie abends in Kristiansand an und ein paar Stunden spaeter war unser kleiner Weihnachtsbaum mit Geschenken von ganz vielen lieben Menschen vollgepackt. Wir haben es uns mit Feuerzangenbowle gemuetlich gemacht und viel gegessen und getrunken... der eigentliche Vorrat wurde vorzeitig geleert ...

Wie so immer, fragt man sich Jahre darauf, was man eigentlich an den Festen erlebt hat. Damit Weihnachten 2006 zum unvergesslichen Erlebnis wird, dafuer hab ich dann „gesorgt“.Man lasse einfach eine Stumpenkerze in einem Plastebehaelter ueber Nacht brennen. Physikalisch faengt der Behaelter, nachdem die Kerze abgebrannt ist, zu schmelzen an. Befindet sich die ehemalige Kerze auch noch auf einem Brett an der Wand, wo auch Lichterketten mit Strom versorgt werden, schmelzen Kabel & Lampen und im Brett hinterlaesst man ebenfalls eine Signatur. Die fluessige Plaste wird immer heisser, tropft auf dem Boden und ein paar Momente spaeter hat man dann ein schoenes Feuer entfacht. Die Rauchmelder, welche sich „nur“in der ersten Etage und unten im Flur befinden, bekommen mit dem Rauch keinen Kontakt, da alle Tueren zur Stube geschlossen sind. Die Chance, dass man am naechsten Morgen gar kein Haus mehr hat, waechst also betraechtlich. Wenn man darauf nicht so die Lust hat, sollte man im „richtigen“ Moment aufstehen, sich durch den Rauch kaempfen, die Flammen entdecken und ganz schnell nach Calle rufen, der prompt mit Feuerloescher angestolpert kam. Der erste Schreck ist gross, der Zweite kommt bei der Putzaktion. Besonders guenstig zur Weihnachtszeit. Also vorher sauber machen, lohnt sich dann nicht. Denn alles, wirklich ALLES muss diesmal geputzt werden. Die Schraenke von innen, aussen, seitlich, oben und unten. Jede kleinste Ritze kann man sich dann freudestrahlend vornehmen. Sehr guenstig macht es sich dabei, wenn man Besuch hat. So hat auch dieser keine Langeweile und kann Holzdecken absaugen, Waende waschen und Geschirr spuelen. Dabei kommt dann auch sein sehr familiaeres Gefuehl auf. Man sollte es dann mit dem Putzen nicht uebertreiben und nach ca 7 Stunden doch noch Weihnachten feiern und sich leicht erholen. Die Geschenke hat man so platziert, dass diese nicht beschaedigt werden. Diese kann man, wie alle anderen Moebel auch, ordentlich abpusten- und wischen.

Der Anblick der schwarzen Wand, der angekokelten Decke und des schwarzen Fussbodens erhalten den Schreck fuer weitere Tage. Nach Weihnachten laedt man sich dann wieder anderen Besuch ein, der dann mit Renovieren und weiter Waschen kann. Besser geht’s doch nicht.

Wuenscht man sich zu Weihnachten solche Erlebnisse nicht, dann rate ich nur Jedem: Finger weg von Kerzen in falschen Behaeltern und HUSK! Immer alle Lichter ausmachen. Kontrolle ist alles – jedenfalls in diesem Fall!

Ohne die Hilfe und Unterstuetzung von unserem Besuch haetten wir sicherlich ein sehr trauriges Weihnachten gehabt. Daher grossen Dank an Papa, Gudrun, Nini und Marcel fuer eure Muehe und das dennoch schoene Weihnachtsfest. Vielen Dank auch an den lieben Maik, der nach langer Schiffsfahrt gleich tatkraeftig bei der Renovierung dabei war.

Wer mag denn dieses Jahr Weihnachten kommen? Mir faellt sicher wieder was ein, was unvergesslich bleibt ............

PS: Aus Sicherheitsgruenden verzichte ich auf die Veroeffentlichung der Brandbilder ...


Kommentare:

peter&claudia hat gesagt…

Wat is denn das fürn weihnachtsbaum?! Hättet da mal den abjefackelt! Aber soo viele schöne Geschenke. Is bald schon wieder Weihnachten?

Liebe Grüße von Claudia, JOnas, Ben, Elias und Peter (wir haben heute den Flur gemalert!)

CalleogClaudia hat gesagt…

Hej ihr fleissigen Maler! Ich denk, ihr wollt umziehen??? Und danke fuer das Kompliment bezueglich des Weihnachtsbaumes :-( Wir moegen es halt lieber klein :-)

Claudia

Anonym hat gesagt…

Ja, sowas passiert öfters in Norwegen. Gehört fast zur Tradition, dass ein Paar Häuser so auf diese art und weise drauf geht. Tja!!! Nicht ohne Grund dass norwegische Versicherungsgeschellschaften Rauchmelder und Feuerlöscher fleißig an ihren Kundschaft verkaufen. Ich bin zu mindest froh darüber, dass euch nichts passiert ist.

CalleogClaudia hat gesagt…

Danke fuer die Anteilnahme :-) Schade nur, dass wir gar nicht wissen, wer uns da geschrieben hat ...